Für die Römer hatte eine zuverlässige Versorgung mit frischem, kalkhaltigem Wasser einen hohen Stellenwert. Besonders die Provinzhauptstadt Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium), die zur Römerzeit schon bis zu 15.000 Einwohner zählte, wurde über eine Fernwasserleitung mit Wasser aus der Sötenicher Kalkmulde in der Eifel versorgt.
Mit einer Länge von über 90 Kilometern gehört der Römerkanal von Nettersheim nach Köln zu den beeindruckendsten Fernwasserleitungen des Römischen Reiches. Nördlich der Alpen ist er das größte und bedeutendste technische Bodendenkmal der Antike und gilt bis heute als Meisterwerk römischer Ingenieurskunst.
Wie gelang es den Erbauern vor fast 2.000 Jahren, Wasser über mehr als 90 Kilometer mit nur geringem Gefälle bis nach Köln zu leiten – durch Berge, über Täler und ohne moderne Vermessungsgeräte oder Baumaschinen? Dieser außergewöhnlichen Ingenieurleistung widmet sich unsere Veranstaltung.
Unser Referent und Vereinsmitglied Gerhard Thelen wird diese Fragen im Rahmen einer NUA-anerkannten Fortbildung anschaulich beantworten und die faszinierende Technik der römischen Wasserleitung sowohl theoretisch als auch anhand ausgewählter Stationen im Gelände erläutern.
Hinweis: Der Rundweg ist 12,5 Kilometer lang und umfasst etwa 200 Höhenmeter. Für diese Exkursion braucht man also etwas Kondition und passendes Schuhwerk.
Die Veranstaltung ist als Fortbildung für ZNL und Wanderführer geeignet und wird auf Wunsch bescheinigt.